Wirtshaus im Spessart

Kein Wunder, dass Wilhelm Hauff seine im Jahr 1826 erschienene Novelle im Spessart spielen lässt, der dunkle Wald war seit jeher für Raubüberfälle berüchtigt und lag dabei an wichtigen Handelsstraßen, so der Straße von Frankfurt über Würzburg nach Nürnberg und der Reichsstraße von Frankfurt nach Leipzig. Die Geschichte des Goldschmieds Felix, der mit seinen Gesellen durch eine List die Gräfin vor dem Zugriff der Räuber schützt wurde bereits 1926 verfilmt.

 

Der Film

Berühmt wurde das Wirtshaus aber erst mit der 1958 uraufgeführten Adaption mit Lieselotte-Pulver in der Hauptrolle. Noch heute zehrt der Spessart vom Ruf eines der erfolgreichsten deutschen Filme unter der Regie von Kurt Hoffmann. Um den Originalschauplatz des Wirtshauses streiten mehrere Orte. Einen Räuberüberfall im Spessart kann man jedoch ohne weiteres buchen, ein gruseliges Schaudern inklusive.

Auf den Spuren der Märchenerzähler

Der Spessart ist die Heimat der Brüder Grimm, der Schauplatz für die bekannte Novelle von Wilhelm Hauff und Rückzugsort der deutschen Romantik mit Clemens Brentano und Bettina von Armin auf Hof Trages. Hat Friedrich Barbarossa in Gelnhausen seine Kaiserpfalz gegründet, weil er in den Wäldern dem goldenen Hirsch nachjagen wollte?

Wer sich selbst auf den Weg macht, wird belohnt mit trutzigen Burgen wie die Ronneburg oder Burg Schwarzenfels. Er atmet den Geist des Mittelalters auf dem Untermarkt und in der Kaiserpfalz in Gelnhausen. Spürt den Brüdern Grimm nach in Hanau und Steinau. Und blickt auf unwirkliche Schlösser in Birstein und Gelnhausen-Meerholz. Wer nicht aufpasst, verirrt sich in den Wäldern des Märchenwalds.